Lust auf eine Spritztour

im Mazda entlang der Jersualemer Grenze rüber zu den “Territories”? Nach einem heftigen Regenschauer, wenn die Strassen noch vom Wasser funkeln?

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Thanks, Ronin, for racing us through the night.

4 Kommentare zu “Lust auf eine Spritztour”

  1. Dr. Dean schreibt:

    Beim zweiten Lesen fällts mir erst auf: Du bist einen Mazda gefahren. Die beste Wahl für Jerusalem, mal so rein automotif gefragt? Nun, und was den Friedensprozess angeht:

    Vielleicht täusche ich mich, nun: Ich denke, dass diese Gemengelage aus einheimischen Extremismus, fehlender Friedenshoffnung, aus immer wieder neu hochjagendem Bedrohungsgefühl und den immer wieder neu enttäuschten Hoffnungen ebenjene Indolenz gefördert oder sogar verursacht hat.

    Ich behaupte: Sobald sich unerwartet (!) erste echte Fortschritte bei der Beruhigung der Region, oder der Zusammenarbeit der verfeindeten Völker oder sogar bei den ersten richtigen Schritten einer Friedenslösung ereignet haben, blüht auch wieder der Respekt vor der Gegenseite und an ihr auf. Zunächst sachte, und wenn es halbwegs gut läuft, wenn man die Extremisten beiderseits einigermaßen unter Kontrolle hält (was ich mir auf palästinensischer Seite schwieriger vorstelle), ja dann: Schießen wieder erste Triebe aus dem Friedensbaum, der - hoffentlich - diesmal tiefer und fester wurzelt als zuvor, so karg und winterlich er im Moment auch ausssehen mag.

    Ich glaube wirklich: Es ist in den kommenden Jahren im Nahen Osten wieder eine gute Zeit (das meine ich ernst) für Ausgleich und erste Schritte in Richtung Frieden. Der Weg wird dornig sein, aber die ersten Ziele könnten überrraschend schnell näher kommen. Ich glaube sogar, dass das gescheiterte, militärische Libanonabenteuer eine langfristig heilsame Wirkung ausüben wird, zum Beispiel, indem es die Erkenntnis weckte, dass ein Weg nahezu unbeschränkter militärischer Gewalt letztlich sinnlos ist.

    So mag man sich heute ob der gemachten Erfahrungen perplex fühlen - gut so! Wenn der Mensch lernen kann, wenn Kulturen lernen können, dann ist heute eine gute Zeit. Dafür.

  2. donalphonso schreibt:

    Nun, es war der Wagen von Ronens Papa, insofern passte das schon.

    Es ist so: Bislang hat noch kein Krieg ewig gehalten. Aber es wurden zwischendrin verheerende Fehler gemacht, die alles nochmal blockiert haben, und momentan sieht es nur nach Stillstand aus. Das Problem ist auf beiden Seiten der fehlende Pragmatismus und der Glaube an Mythen. Und gerade Letzteres kann man den Leuten nicht einfach so ausreden. Die würden auch wegen einem lumpigen Quadratmeter für einen Abfalleimer in der Altstadt von Jerusalem Krieg führen, und selbst wenn es Frieden gibt: Es wird ein kalter Frieden sein, wie zwischen Israel und Ägypten.

  3. Dr. Dean schreibt:

    Stimmt, mehr als einen kalten Frieden sehe ich auf absehbare auch nicht. Und die “Mülleimer” bzw. die eingefleischten Mythen und Ideologien, stimmt, die sind nicht so schnell aus den Köpfen zu kriegen. Aber Ich hoffe immer noch darauf, dass man, gerade jetzt, gegebene Chancen ergreift und vernünftige pragmatische Wege findet, und darunter vielleicht sogar ein paar, die nicht nur auf kalte und kälteste Art pragmatisch sind.

  4. donalphonso schreibt:

    Ich sehe ein paar Ansätze, aber Amira Hass, die Haaretz und ein paar Blogger stellen eine Minderheitenposition dar, von den Palästinensern gar nicht erst zu reden, die ohnehin einen Bürgerkrieg ausfechten werden. Letztlich bleibt nur Verdrängung. Das sext Israel enorm auf. Habe ich schon gesagt, dass ich jetzt zum Strand gehe?

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