Nacht südlich der Jafo Road
Die Gegend ist nicht unbedingt das, was man als “gut” bezeichnen würde. Neben der stark befahrenen Kibbutz Galuyot Road beginnt gleich der Zerfall, man muss nur in die Seitenstrassen abbiegen
Dann wird aus dem akzeptablen Wohnviertel schnell eine Barackensiedlung. Die einen guten Eindruck davon gibt, wie das hier so in den 20er und 30er Jahren gewesen sein muss, bevor die Bauhausarchitekten aus Deutschland kamen. Deren klare Entwürfe stehen weiter östlich, aber hier ist es noch ganz das kaputte Palästina, in das auszuwandern keinem in meiner Familie bis 1933 je eingefallen wäre, und selbst dann verschickte man die Kinder lieber nach England, als da runter

Aber man kann nicht umhin zuzugeben, dass diese Ecke mit ihren niedrigen, zerbröckelnden Schuppen und geschlossenen Werkstätten durchaus in der Nacht ihren Reiz hat. Mehr nach dem Klick.







In einer Schreinerei brennt noch Licht, und nebenan tackert ein Polsterer Nägel in ein Sitzkissen, das vielleicht denen gehört, die dahinter in den neuen Häusern leben, die irgendwann in dieses Viertel vordringen und das alles zerstören werden.

Denn die Erkenntnis, dass man nicht mehr viel von dieser alten gebauten Geschichte hat, ist in Israel nicht sehr verbreitet. So. Ich geh jetzt ans Meer.