Nachbarschaftliche Verhältnisse am Naschmarkt
Die einen Nackten mit den aufreizenden Posen gibt es umsonst. Ein wenig älter zwar, aber gut haben sie sich gehalten. Und der Stoff ist wirklich dünn, sehr dünn, fast könnte man meinen, feucht.

Die Damen schauen hinunter auf die andere Strassenseite der Schikanedergasse, wo keiner mehr auf die Idee kam, nackte Statuen an die Wände zu machen. Überhaupt, wer so etwas heute täte, gälte unweigerlich als verrückt, in unseren aufgeklärten Zeiten. Dafür verpackt man dort die Nackerten hinter Mauern, Gläsern und Gucklöchern:

Und damit haben nur noch die Zahlenden was davon; nichts ist mehr mit Nacktheit für die Allgemeinheit, und ein paar Strassen weiter stehen dann die osteuropäischen Erbinnen der Josefine Mutzenbacher; vermutlich werden sie vom Fremdenverkehrsamt bezahlt, damit Wien seinen Ruf als Stadt der sexuellen Freuden nicht angesichts der Tristheit der Stadt verliert.
15. October 2007 um 8:12
Der Naschmarkt hat viel von seinem Charme verloren. Ich fand, früher war er der Bauch von Wien. ich habe sehr schöne Erinnerungen daran. Letztes Jahr war ich wieder in Wien und habe den Naschmarkt aus einer Sentimentalität wieder besucht. Es war sehr trist. Und beliebig zu einem grossen teil. Sehr schade eigentlich.