Archiv für das Themengebiet 'Benelux Juni 07'

Grund des Wohlbefindens

donalphonso

In Henry Millers “Stille Tage in Clichy” fahren die Helden Joey und Carl in der Mitte des Buches fort aus Paris und landen in einem Luxemburger Bordell, wo sie das tun, was sie auch sonst in Paris so treiben. Ein paar Tage vergehen, dann erträgt Carl all diese wohlgenährten, blonden, grossen “holländischen Kühe” nicht mehr. Sie kehren zurück nach Paris, gehen in eine Bar, und Carl lässt von einer etwas runtergekommenen Prostituierten sich beim Tanzen so befummeln, dass er sich nicht zurückhalten kann und sie Sosse…

Diese Tage im heutigen Benelux sind der Wendepunkt des Buches. Bis dahin stolpern die beiden durch Paris, lassen sich treiben, spielen mit. Als sie die Stadt verlassen haben, zerrt alles an ihnen, die Gier, die Sehnsucht nach dem Kaputten in Frauen, besonders Carl, der kleine Jude, packt es nicht mehr, und so stürzen sie voll bewusst zurrück, und das Buch kann sich erfüllen. Alles nur, weil Carl die grossen, blonden -früher hätte man gesagt -Arierinnen nicht mehr erträgt. Und soll ich was sagen? ich kann Carl vollkommen verstehen, es macht mich regelmässig fertig, wenn ich im walkürengefüllten WalHamburg bin. Ich muss dort imme den Impuls unterdrücken, all diese hochwangigen, elend langen, blonden Elbvorstadttöcher anzusprechen und zu fragen, ob sie es nicht auch etwas kleiner haben. es macht mich fertig. Womit wir zu den Bewohnerinnen der Ardennen von ihrem Nordrand bis zur Mitte kommen.

Die sind und waren nämlich ganz anders. Nirgendwo diese Bohnenstangen und Hüften auf meiner Augenhöhe, kein bein über 1,30 Meter, nein, die gedeihen hier nicht, und ich frage mich schon, ob diese Riesinnen nicht einfach nur in der Ebene wachsen, weil es eben sonst keine Erhebung gibt. da, wo ich war, sind Hügel, die Häuser sind klein und die Frauen sind normal. Normale Figur, normale Rundungen, durchaus auch mal füllig, und eher weiche Gesichter. Keine Topmodelle, aber sehr schön anzuschauen.

Dazu haben sie noch etwas anderes, was den nordischen Baumstämmen fehlt: Exaltierte Bewegungen, dazu sind sie laut und nicht ganz unaufdringlich. Überhaupt nicht maulfaul und zurückhaltend, aber auch nicht so impertinent wie Rheinländer. Irgendwo dazwischen, und das auf eine sehr angenehme Art und Weise. Man bekommt Resonanz aus den meist wohlgeformten, roten Lippen und wird mit nicht zusammengekniffenen Mundwinkeln angeschwiegen oder gar rheinländisch prall totgequasselt. Das mag unten am Meer und in den Ebenen natürlich ganz anders sein, aber hier in den Hügeln kann man sich als Seavas I bins da Don von da Donau woasd scho durchaus heimisch und verstanden fühlen.

Es gab eine grosse Ausnahme in Maastricht. Da kam mir ein ganzes Geschwader solcher riesiger Nordlandtannen in Blond entgegen. Mit Golden Retriever und klitzekleinen Handtaschen, Pullovern über den weiss beblusten Schultern, und Jeans mit Stangerlröhren, die immer noch um die Beine schlackerten. Sie bleiben vor einem Geschäft stehen und redeten darüber, dass sie das auch dahem gesehen hätten, und machten mit ihrer ssssfff-pitfffzen Aussffprache deutlich, dos a so a valauste brunzkachelhaffa vo de Fischkepf dass sie ihren Genpool den Wikingern, dem Trailer Trash des hohen Mittelalters verdanken. Und zwar der Abteilung, die sich an der Elbe (glaub ich, das ist doch da, wo Hamburg ist?) niedergelassen hat. Und dass sie nicht von hier sind, wo man mit den Frauen wirklich leben kann. Auch als bayer mit levantinischen Einflüssen.

Mit etwas Abstand zwischen mir und Holland

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Maas - Mosel - Main - Donau

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Flüchtig in Lüttich

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Saab Sonett 1968 vs. Jensen GT 1972

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Ich muss da nochmal hin

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Die neue Geusenplage

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Tja

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Gericht über Maastricht.

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